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Schmerzen beim Sex: Geschlechtskrankheiten & andere Ursachen erkennen

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind ein sensibles Thema, über das viele Menschen nur ungern sprechen. Dabei sind sie weitaus häufiger, als viele denken. Sowohl Frauen als auch Männer können von Dyspareunie, wie Medizinerinnen und Mediziner Schmerzen beim Sex nennen, betroffen sein. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von harmlosen Reizungen über Entzündungen bis hin zu sexuell übertragbaren Infektionen. Besonders Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, Gonorrhö oder Pilzinfektionen können zu unangenehmen Beschwerden während des Intimverkehrs führen. Doch nicht jeder Schmerz deutet automatisch auf eine Infektion hin. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen hinter den Beschwerden stecken können, wann du ärztliche Hilfe suchen solltest und wie du deine sexuelle Gesundheit schützen kannst.

Was sind Schmerzen beim Sex und wie äußern sie sich?

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen und sowohl Frauen als auch Männer betreffen. Die Beschwerden variieren je nach Ursache und können von leichtem Unbehagen bis zu starken, stechenden Schmerzen reichen. Ein besseres Verständnis der verschiedenen Symptome hilft dabei, mögliche Auslöser zu identifizieren.

Typische Symptome bei Frauen:

  • Brennen oder Stechen: Ein brennendes Gefühl in der Vagina oder im äußeren Genitalbereich während oder nach dem Sex kann auf Reizungen, Trockenheit oder Infektionen hinweisen.
  • Schmerzen beim Eindringen: Besonders zu Beginn des Geschlechtsverkehrs auftretende Schmerzen können durch vaginale Trockenheit, Entzündungen oder Infektionen verursacht werden.
  • Tiefe Unterleibsschmerzen: Schmerzen, die tiefer im Beckenbereich spürbar sind, können auf Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane oder chronische Erkrankungen hindeuten.
  • Juckreiz und Ausfluss: Begleitende Symptome wie intensiver Juckreiz oder ungewöhnlicher Ausfluss deuten häufig auf Infektionen wie Pilzerkrankungen oder bakterielle Vaginose hin.
  • Rötungen und Schwellungen: Sichtbare Veränderungen im Genitalbereich können Anzeichen für Entzündungen oder sexuell übertragbare Infektionen sein.

Typische Symptome bei Männern:

  • Schmerzen an der Eichel oder Vorhaut: Rötliche Flecken, weißliche Beläge oder Schmerzen im Bereich der Eichel können auf eine Pilzinfektion hinweisen.
  • Brennen in der Harnröhre: Ein brennendes Gefühl beim oder nach dem Geschlechtsverkehr kann durch Harnröhrenentzündungen oder sexuell übertragbare Infektionen ausgelöst werden.
  • Ausfluss aus der Harnröhre: Eitriger oder wässriger Ausfluss ist ein häufiges Anzeichen für bakterielle Infektionen wie Gonorrhö oder Chlamydien.
  • Hodenschmerzen: Ziehende oder stechende Schmerzen im Hodenbereich können auf Nebenhodenentzündungen hindeuten, die oft nach Geschlechtsverkehr auftreten.

Die Intensität und Art der Schmerzen geben wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache. Während gelegentliche leichte Beschwerden nicht ungewöhnlich sind, sollten anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen beim Sex ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden.

Geschlechtskrankheiten als häufige Ursache für Schmerzen beim Sex

Sexuell übertragbare Infektionen gehören zu den häufigsten Auslösern von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Viele dieser Erkrankungen verlaufen zunächst symptomfrei, können aber unbehandelt zu erheblichen Beschwerden und langfristigen gesundheitlichen Schäden führen. Die rechtzeitige Erkennung und Behandlung ist daher entscheidend.

Chlamydien – die stille Infektion

Chlamydien-Infektionen zählen zu den am weitesten verbreiteten Geschlechtskrankheiten. Nach Schätzungen haben sich etwa 25 Prozent der unter 30-jährigen sexuell aktiven Menschen mindestens einmal im Leben mit Chlamydien infiziert. Das Tückische: Bei 50 Prozent der Männer und sogar 80 Prozent der Frauen verläuft die Infektion ohne spürbare Symptome und bleibt daher oft unbemerkt.

Mögliche Symptome bei Chlamydien:

  • Wässriger, klarer Ausfluss: Typisch für Chlamydien-Infektionen ist ein dünnflüssiger Ausfluss aus der Harnröhre oder Vagina.
  • Brennen beim Wasserlassen: Viele Betroffene verspüren ein unangenehmes Brennen oder Schmerzen beim Urinieren.
  • Schmerzen beim Sex: Entzündungen im Genitalbereich können den Geschlechtsverkehr schmerzhaft machen.
  • Unterleibsschmerzen: Besonders bei Frauen können unbehandelte Chlamydien zu Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane führen.

Unbehandelte Chlamydien-Infektionen können langfristige Folgen wie Harnröhrenverengungen oder Fruchtbarkeitsstörungen nach sich ziehen. Die Diagnostik erfolgt heute über moderne PCR-Verfahren mittels Abstrich oder Urinprobe.

Gonorrhö (Tripper) – die eitrige Entzündung

Die Gonorrhö, umgangssprachlich auch Tripper genannt, ist die zweithäufigste Geschlechtskrankheit in Deutschland mit circa 30.000 Fällen pro Jahr. Sie wird durch Gonokokken-Bakterien ausgelöst und ist hochansteckend.

Charakteristische Anzeichen:

  • Eitriger Ausfluss: Ein typisches Symptom ist der eitrige Ausfluss aus der Harnröhre, der wie ständiges Tropfen beschrieben wird.
  • Starke Schmerzen: Beim Wasserlassen und während des Geschlechtsverkehrs können heftige Schmerzen auftreten.
  • Übertragung auf andere Organe: Die Erkrankung kann auch Mund, Anus oder Augen befallen.

Die Behandlung erfolgt mit hochdosierten Antibiotika, die intravenös oder intramuskulär verabreicht werden.

Pilzinfektionen – häufig und unangenehm

Genitalpilz-Erkrankungen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Sie werden meist durch den Hefepilz Candida albicans verursacht und treten bei Frauen im Bereich des Scheideneingangs sowie bei Männern an der Eichel oder unter der Vorhaut auf.

Typische Symptome von Pilzinfektionen:

  • Intensiver Juckreiz: Ein starkes Jucken im Genitalbereich ist eines der Hauptsymptome.
  • Rötliche Flecken und weißliche Beläge: Diese charakteristischen Veränderungen sind gut sichtbar.
  • Brennen und Schmerzen: Besonders beim Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen können brennende Schmerzen auftreten.
  • Dicker, quarkartiger Ausfluss: Bei Frauen zeigt sich oft ein weißer, bröckeliger Ausfluss.
  • Rötung und Schwellung: Die äußeren Genitalien können gerötet und geschwollen sein.

Die Behandlung erfolgt mit lokalen Pilzcremes (Clotrimazol) oder Zäpfchen, alternativ können auch orale Präparate eingenommen werden.

Herpes genitalis – schmerzhafte Bläschen

Herpes genitalis wird durch das Herpes-simplex-Virus verursacht und kann zu schmerzhaften Bläschen oder Geschwüren im Genitalbereich führen. Die Infektion ist nicht heilbar, aber die Symptome lassen sich mit lokalen Cremes oder oralen Präparaten behandeln.

Bakterielle Vaginose – das gestörte Gleichgewicht

Die bakterielle Vaginose entsteht durch ein Ungleichgewicht der natürlichen Vaginalflora. Etwa jede fünfte Frau ist mindestens einmal im Leben davon betroffen.

Anzeichen einer bakteriellen Vaginose:

  • Fischartiger Geruch: Besonders nach dem Geschlechtsverkehr tritt ein charakteristischer unangenehmer Geruch auf.
  • Grauweißer Ausfluss: Ein dünnflüssiger Ausfluss begleitet von Juckreiz oder Brennen ist typisch.
  • Schmerzen beim Sex: Die Entzündung kann den Geschlechtsverkehr unangenehm machen.

Weitere Ursachen für Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Nicht immer sind Geschlechtskrankheiten der Grund für Schmerzen beim Sex. Es gibt zahlreiche weitere Faktoren, die zu Beschwerden während des Intimverkehrs führen können. Ein umfassendes Verständnis dieser Ursachen hilft dabei, die richtige Behandlung zu finden.

Vaginale Trockenheit und hormonelle Veränderungen

Vaginale Trockenheit ist eine der häufigsten Ursachen für Schmerzen beim Sex bei Frauen. Ein sinkender Östrogenspiegel, etwa während der Wechseljahre, kann zu Trockenheit führen und Unbehagen beim Geschlechtsverkehr verursachen. Auch hormonelle Schwankungen während des Menstruationszyklus oder in der Schwangerschaft können Juckreiz und Trockenheit im Genitalbereich auslösen.

Mögliche Lösungsansätze:

  • Gleitgel verwenden: Die Verwendung von Gleitmitteln kann die Reibung reduzieren und den Geschlechtsverkehr angenehmer gestalten.
  • Hormonersatztherapie: Bei starken Beschwerden während der Wechseljahre kann eine Hormonersatztherapie in Betracht gezogen werden.
  • Ausreichend Vorspiel: Genügend Zeit für die natürliche Lubrikation einplanen.

Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen

Harnwegsinfekte können ebenfalls zu Schmerzen beim Sex führen. Die Häufigkeit von Harnwegsinfekten korreliert mit der Rate an Genitalkontakten. Durch den engen Körperkontakt und die Reibung beim Geschlechtsverkehr werden Keime in die Harnröhre eingerieben, was zu Entzündungen führen kann.

Präventive Maßnahmen:

  • Wasserlassen nach dem Sex: Diese Maßnahme sowie das Waschen der Genitalien nach dem Sex sind wichtig, um Keime zu eliminieren.
  • Richtige Hygiene: Von vorne nach hinten wischen, um Bakterienübertragungen zu minimieren.
  • Baumwollunterwäsche tragen: Locker sitzende Baumwollunterwäsche ermöglicht bessere Belüftung und verringert Feuchtigkeit.
  • Übermäßige Intimhygiene vermeiden: Zu häufiges Waschen oder parfümierte Produkte können das natürliche Gleichgewicht der Vaginalflora stören.

Anatomische Besonderheiten und Verletzungen

Bestimmte anatomische Veränderungen können beim Geschlechtsverkehr zu Schmerzen führen. Bei Männern können beispielsweise Penisverkrümmungen im Rahmen einer Induratio penis plastica mit narbigen Abschnürungen verbunden sein und beim Sexualakt zu Schmerzen oder Erektionsverlust führen.

Auch Verletzungen durch zu intensive sexuelle Stimulation sind möglich. Bei Männern kann es zu einer Entzündung der Lymphgefäße kommen, die von selbst wieder abklingt, wenn einige Wochen Sexpause eingehalten werden.

Psychische Faktoren und Stress

Psychische Belastungen spielen eine wichtige Rolle bei sexuellen Beschwerden. Stress, Angst oder traumatische Erlebnisse können zu Verkrampfungen führen, die den Geschlechtsverkehr schmerzhaft machen. Auch Beziehungsprobleme oder Versagensängste können sich körperlich manifestieren und zu Schmerzen beim Sex führen.

Wann solltest du ärztliche Hilfe suchen?

Schmerzen beim Sex sollten niemals ignoriert werden, auch wenn es sich um ein sensibles Thema handelt. Gerade in der Urologie hat man es häufig mit intimen Themen zu tun, über die Menschen nicht so leicht sprechen. Doch wenn wir ehrlich sind, hat jeder mal mit unterschiedlichen Beschwerden zu kämpfen, und dabei gibt es absolut keinen Grund zur Scham.

Wichtige Warnsignale, die eine ärztliche Abklärung erfordern:

  • Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen: Wenn die Beschwerden über mehrere Wochen bestehen oder immer wieder auftreten, ist eine Untersuchung notwendig.
  • Ungewöhnlicher Ausfluss: Ein ungew öhnlicher Ausfluss aus Vagina, Penis oder Anus, der auch unangenehm riechen kann, deutet auf eine sexuell übertragbare Infektion hin.
  • Brennen beim Wasserlassen: Schmerzen oder Brennen beim Urinieren können auf Harnwegsinfekte oder Geschlechtskrankheiten hinweisen.
  • Sichtbare Veränderungen: Rötungen, Schwellungen, Bläschen, Warzen oder Geschwüre im Genitalbereich sollten immer untersucht werden.
  • Unterleibsschmerzen und Blutungsstörungen: Besonders bei Frauen können diese Symptome auf Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane hindeuten.
  • Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl: Begleitende Symptome wie ständige Müdigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit oder Halsschmerzen können auf eine sexuell übertragbare Infektion hinweisen.
  • Hodenschmerzen bei Männern: Ziehende oder stechende Schmerzen im Hodenbereich erfordern eine urologische Abklärung.

Diagnose und Untersuchungsmethoden

Bei Verdacht auf eine sexuell übertragbare Infektion oder andere Ursachen für Schmerzen beim Sex stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Die Diagnose beginnt in der Regel mit einem ausführlichen Gespräch über die Krankengeschichte, mögliche Risikofaktoren und die genauen Symptome.

Gängige Untersuchungen:

  • Abstrich und PCR-Verfahren: Zum Nachweis von Erregern wie Chlamydien oder Gonorrhö wird ein Abstrich aus der Harnröhre oder Vagina genommen.
  • Urinuntersuchung: Der erste Morgenurin kann zur Diagnose von Harnwegsinfekten und Geschlechtskrankheiten verwendet werden.
  • Blutuntersuchungen: Diese können Aufschluss über Infektionen, Hormonstatus und mögliche Grunderkrankungen geben.
  • Körperliche Untersuchung: Eine gründliche Untersuchung der Genitalien und des Beckenbereichs hilft, sichtbare Veränderungen zu erkennen.

Untersuchungen auf Geschlechtskrankheiten können bei Krankheitsverdacht auf Krankenkassenkosten in einer dafür ausgerichteten Praxis durchgeführt werden. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um die zugrunde liegenden Ursachen zu identifizieren und eine passende Behandlung einzuleiten.

Behandlungsmöglichkeiten bei Schmerzen durch Geschlechtskrankheiten

Die Behandlung von Geschlechtskrankheiten erfolgt gezielt nach einem Erregernachweis, um das richtige Medikament zu wählen. Je nach Art der Infektion stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung, die in den meisten Fällen zu einer vollständigen Heilung oder zumindest deutlichen Linderung der Beschwerden führen.

Antibiotische Behandlung bei bakteriellen Infektionen

Bakterielle Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, Gonorrhö oder Syphilis werden mit Antibiotika behandelt. Die Therapiedauer und Dosierung hängt von der Schwere der Infektion ab.

Behandlungsansätze:

  • Chlamydien: Für die Behandlung harmloserer Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien ist in der Regel eine orale Therapie über drei bis zehn Tage ausreichend.
  • Gonorrhö und Syphilis: Bei schwereren bakteriellen Infektionen sind hochdosierte Antibiotika erforderlich, die intravenös oder intramuskulär verabreicht werden.
  • Wichtig: Die vollständige Einnahme der verschriebenen Antibiotika ist entscheidend, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind.

Antivirale Therapie bei Viruserkrankungen

Viruserkrankungen wie Herpes oder HPV können nicht vollständig geheilt werden, aber die Symptome lassen sich effektiv behandeln. Bei Herpes oder HPV ist eine lokale Behandlung mit Cremes oder Lotionen erforderlich, manchmal auch in Kombination mit einem oralen Präparat.

Antimykotische Behandlung bei Pilzinfektionen

Die Therapie der Wahl bei Pilzinfektionen ist das Auftragen einer lokalen Pilzcreme mit dem Wirkstoff Clotrimazol oder eine Scheidenbehandlung mit entsprechenden Zäpfchen. Alternativ kann ein Pilzmittel in oraler Form genommen werden.

Behandlungsdauer: In der Regel klingen die Symptome innerhalb weniger Tage ab, die Behandlung sollte jedoch wie verordnet zu Ende geführt werden.

Behandlung der bakteriellen Vaginose

Bei bakterieller Vaginose kommen ebenfalls Antibiotika zum Einsatz, die das Gleichgewicht der Vaginalflora wiederherstellen sollen. Zusätzlich können Probiotika unterstützend wirken, um die gesunden Bakterien wieder aufzubauen.

Partnerbehandlung nicht vergessen

Ein wichtiger Aspekt bei der Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen ist die gleichzeitige Behandlung der Partnerin oder des Partners. Nur so kann eine erneute Ansteckung (Ping-Pong-Effekt) vermieden werden. Während der Behandlung sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet oder Kondome verwendet werden.

Folgen unbehandelter Geschlechtskrankheiten

Nicht behandelte Geschlechtskrankheiten können langfristige Spätfolgen auslösen. Diese beinhalten zum Beispiel:

  • Narbige Veränderungen: Im Bereich der Harnröhre können Verengungen entstehen.
  • Fruchtbarkeitsstörungen: Verklebungen im Samenleiter oder in den Eileitern können zu dauerhafter Unfruchtbarkeit führen.
  • Chronische Entzündungen: Chronische Organentzündungen wie die chronische Prostatitis können Folgen einer nicht behandelten Geschlechtskrankheit sein.
  • Schwere Organschädigungen: Besonders gefährlich ist die nicht behandelte Syphilis, die auch noch nach Jahren zu schwersten Organschädigungen führen kann.

So schützt du dich vor Geschlechtskrankheiten und Schmerzen beim Sex

Prävention ist der beste Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen und den damit verbundenen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Mit einigen einfachen Maßnahmen kannst du dein Risiko deutlich reduzieren und deine sexuelle Gesundheit langfristig schützen.

Kondome als wichtigster Schutz

Weil Geschlechtskrankheiten in der Regel über ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden, ist die wichtigste Maßnahme der Eigenschutz und der Schutz der Partnerin oder des Partners. Die Verwendung eines Kondoms ist deshalb bei Verkehr mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner die absolut wichtigste Voraussetzung.

Wichtig zu wissen: Geschlechtskrankheiten sind unterschiedlich stark infektiös. Die Ansteckung erfolgt meistens bei Kontakt mit infizierten Oberflächen oder Schleimhautkontakt. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob es beim Verkehr zu vaginalem, analem oder oralem Kontakt kommt – in jedem Fall ist eine Übertragung von Krankheitserregern möglich.

Regelmäßige Tests und Screening

Gerade wenn man in eine neue Partnerschaft geht, ist es sinnvoll, wenn beide Partner ein Screening auf die häufigsten sexuell übertragbaren Erreger durchführen lassen. Mit den Selbsttests von Sexamed kannst du diskret einen ersten Einblick in deine Gesundheit erhalten und bei Bedarf persönlich mit einem urologischen Facharzt sprechen.

Vorteile regelmäßiger Tests:

  • Früherkennung: Viele Geschlechtskrankheiten verlaufen symptomfrei und können nur durch Tests erkannt werden.
  • Schutz der Partnerin oder des Partners: Durch rechtzeitige Diagnose verhinderst du die Übertragung auf andere.
  • Vermeidung von Spätfolgen: Frühzeitig erkannte Infektionen lassen sich meist problemlos behandeln.

Hygienemaßnahmen für die sexuelle Gesundheit

Richtige Intimhygiene spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Infektionen, allerdings gilt: Weniger ist mehr. Übertriebene Genitalhygiene ist kontraproduktiv, da damit der Schutzfilm der Schleimhaut entfernt wird und man damit anfälliger für Infektionskrankheiten wird.

Empfohlene Hygienemaßnahmen:

  • Nach dem Geschlechtsverkehr: Man sollte sich zeitnah im Genitalbereich waschen.
  • Händewaschen vor Toilettenbesuch: Diese einfache Maßnahme reduziert das Infektionsrisiko.
  • Richtige Abwischtechnik: Nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten wischen, um Bakterienübertragungen zu vermeiden.
  • Keine Intimsprays verwenden: Verzichte auf parfümierte Produkte und aggressive Reinigungsmittel.
  • Baumwollunterwäsche: Atmungsaktive Unterwäsche aus Baumwolle fördert ein gesundes Klima im Intimbereich.
  • Vor Oralverkehr: Eine desinfizierende Mundspüllösung verwenden.

Weitere präventive Maßnahmen

Zusätzliche Schutzstrategien:

  • Verhütungsmethoden überdenken: Der Gebrauch von mit Spermiziden beschichteten Diaphragmas oder Kondomen kann das Risiko für Harnwegsinfekte erhöhen.
  • Unterkühlung vermeiden: Zu dünne Kleidung und das Sitzen auf kalten Oberflächen führen zu einer Gefäßeinengung im Genitalbereich und erhöhen das Infektionsrisiko.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Viel trinken unterstützt die natürliche Spülung der Harnwege.
  • Immunsystem stärken: Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf und Stressbewältigung stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte.

Fazit: Schmerzen beim Sex ernst nehmen und aktiv werden

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind kein Tabuthema und sollten niemals ignoriert werden. Ob durch Geschlechtskrankheiten, Infektionen, hormonelle Veränderungen oder andere Ursachen ausgelöst – hinter den Beschwerden stecken oft behandelbare Erkrankungen, die mit der richtigen Therapie gut in den Griff zu bekommen sind. Der wichtigste Schritt ist, das Schweigen zu brechen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Viele sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien, Gonorrhö oder Pilzinfektionen verlaufen zunächst symptomfrei, können aber unbehandelt zu ernsthaften Komplikationen wie Fruchtbarkeitsstörungen oder chronischen Entzündungen führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung schützt nicht nur deine eigene Gesundheit, sondern auch die deiner Partnerin oder deines Partners. Regelmäßige Tests, konsequenter Schutz durch Kondome und eine angemessene Intimhygiene sind die Grundpfeiler der Prävention.

Denke daran: Schmerzen beim Sex sind ein Signal deines Körpers, das du ernst nehmen solltest. Es gibt absolut keinen Grund zur Scham – jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens mit intimen Beschwerden konfrontiert werden. Die gute Nachricht ist, dass die meisten Ursachen gut behandelbar sind, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.

Wenn du Bedenken hast oder Symptome bei dir feststellst, bietet Sexamed diskrete und unkomplizierte Unterstützung. Mit unseren STI-Tests kannst du die gängigsten Infektionen schnell und vertraulich zu Hause testen. Bei auffälligen Befunden steht dir unser urologisches Fachpersonal für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Schütze deine sexuelle Gesundheit und handle proaktiv – dein Körper wird es dir danken!

Dr. Horst Hohmuth

Urologe, Androloge, Sportmediziner

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