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Regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen

Viele urologische und sexuell übertragbare Krankheiten lassen sich gut behandeln – wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Daher ist es so wichtig, zur Früherkennung zu gehen. In diesem Beitrag erfährst du, was dich bei der urologischen Vorsorgeuntersuchung erwartet und wie du dich darauf vorbereiten kannst. Wir erklären, wann es Zeit für den Termin ist und welche Erkrankungen der Urologe untersucht.

Früherkennungsuntersuchung: Wann und wie oft sollte ein Mann zum Urologen?

Arbeitsstress, Terminchaos und Freizeitpläne – im Alltag steht die Gesundheit oft erst an zweiter Stelle und ein Arztbesuch weckt auch nicht unbedingt Freude. Kommt dir das bekannt vor? Dann bist du nicht allein. Doch mit einer schnellen und harmlosen Untersuchung beim Urologen behältst du dein körperliches Wohlergehen im Blick und gehst sicher, dass alles in Ordnung ist. 

Ab dem 45. Lebensjahr hast du sogar Anspruch auf einen jährlichen Termin zur Krebsfrüherkennung. Hier geht es vor allem um die Gesundheit der Prostata – denn das Sterberisiko von Prostatakrebs liegt statistisch bei drei Prozent. Wenn in deinem engen Familienkreis bereits Fälle der Erkrankung aufgetreten sind, solltest du bereits ab dem 40. Lebensjahr zur Vorsorge gehen. Bei einem unauffälligen Ausgangsbefund kann es ausreichend sein, lediglich alle zwei bis drei Jahre einen Termin zur Früherkennung wahrzunehmen.

 

Ziele der Vorsorgeuntersuchung

  • Vorbeugen von Krankheiten wie Prostatakrebs, Hodenkrebs, Blasenkrebs und Nierenkrankheiten
  • Erkennung von STIs
  • Früherkennung von sexuellen Dysfunktionen wie z.B. erektile Dysfunktion
  • Check auf den allgemeinen Gesundheitszustand von Harntrakt, Blase und Niere

 

Ablauf: Was passiert bei der urologischen Vorsorgeuntersuchung?

Die Vorsorgeuntersuchung besteht aus zwei Teilen: der mündlichen Anamnese und der physischen Untersuchung. Dabei beginnt der Urologe häufig mit dem allgemeinen Gesundheitscheck und geht dann zu spezifischeren Untersuchungen über.

  1. Im Rahmen der Anamnese spricht der Arzt zunächst mit dem Patienten über mögliche Beschwerden und Risikofaktoren. Dabei spielen zum Beispiel Krebserkrankungen in der Familie und der Lebensstil des Patienten eine Rolle.
  2. Anschließend tastet der Urologe die äußeren Geschlechtsorgane (Hoden und Penis) ab. Er betrachtet die Haut, um beispielsweise Muttermale, Geschwüre oder Karzinome zu erkennen. Außerdem fallen ihm etwaige Größenunterschiede oder Verhärtungen der Hoden auf. Die Lymphknoten in der Leiste tastet er ebenfalls ab, um Schwellungen zu überprüfen. Diese Untersuchung ist in der Regel nicht schmerzhaft.
  3. Im nächsten Schritt untersucht der Urologe die Prostata über den After und den Mastdarm (Rektum) auf Verhärtungen. Dabei tastet er vorsichtig mit dem Zeigefinger (Digitus). Man spricht daher von der digital-rektalen Untersuchung (DRU). Dieser Teil der Vorsorge erscheint vielen Männern als besonders unangenehm. Sie ist jedoch nicht schmerzhaft und eine absolute Routineuntersuchung. 
  4. Zur Ergänzung der Tastuntersuchung wird oft ein PSA-Test empfohlen. Dieser Bluttest ermöglicht es, frühzeitig Hinweise auf Prostatakrebs zu erhalten. Beachte jedoch, dass die Kosten für diesen Test in der Regel vom Patienten selbst übernommen werden müssen.
  5. Durch die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung kann auf ein potenzielles Krebsrisiko untersucht werden. Wird dies in der Untersuchung durch den Arzt festgestellt, kann der Urologe mit Ultraschall oder MRT weitergehende Untersuchungen durchführen und gegebenenfalls eine Biopsie vornehmen, bei der Gewebeproben entnommen und unter dem Mikroskop untersucht werden.
  6. Um den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zu überprüfen, untersucht der Urologe den Harntrakt per Ultraschall und nimmt neben der Blutprobe eine Urinprobe.

 

Ängste und Bedenken zur Vorsorgeuntersuchung

Viele Männer haben Ängste oder Bedenken vor der Vorsorgeuntersuchung beim Urologen – sei es aus Scham, Unsicherheit oder der Sorge vor möglichen Diagnosen. Doch es ist wichtig zu wissen: Der Urologe ist ein spezialisierter Facharzt, für den Untersuchungen des Penis, der Prostata und des Afters zur täglichen Routine gehören. Er behandelt jeden Patienten mit Respekt und Professionalität. Zudem dient die Vorsorge nicht nur der Krebsfrüherkennung, sondern auch der Identifikation anderer gesundheitlicher Probleme wie Entzündungen oder Harnwegsstörungen. 

Falls du Bedenken gegenüber der digitalen rektalen Untersuchung (DRU) hast, sprich deinen Urologen darauf an – in manchen Fällen können ergänzende oder alternative Diagnosemethoden wie ein PSA-Test oder eine Ultraschalluntersuchung infrage kommen.

 

Hinsichtlich dieser Krankheiten untersucht der Urologe bei der Vorsorge

Ein Urologe ist ein Facharzt für Erkrankungen und Funktionsstörungen der Harnorgane (Nieren, Harnleiter, Blase, Harnröhre) sowie der männlichen Geschlechtsorgane. Er diagnostiziert und behandelt unter anderem Infektionen, Nierensteine, Inkontinenz, Prostataerkrankungen und Krebserkrankungen in diesen Bereichen.

  • Prostatakrebs: Ab dem 45. Lebensjahr ist die Untersuchung empfohlen, um die Erkrankung bereits im Frühstadium zu erkennen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Krebs meist noch gut heilbar.
  • Hodenkrebs: Neben dem Termin beim Urologen sind Selbstuntersuchungen sinnvoll, um Veränderungen wie Schwellungen oder Verhärtungen frühzeitig zu erkennen.
  • Hautkrebs: Wenn der Urologe einmal pro Jahr den Genitalbereich untersucht, kann er zudem auffällige Leberflecke beobachten, um Hautkrebs auszuschließen.

Optional:

  • Blasenkrebs & Nierenkrankheiten: Regelmäßige Kontrollen helfen, mögliche Anomalien in Blase und Nieren zu identifizieren und gegebenenfalls rechtzeitig zu handeln.
  • Sexuell übertragbare Krankheiten (STIs): HIV, Chlamydien und Co. können schwerwiegende Folgen haben, lassen sich aber gut in den Griff bekommen, wenn sie rechtzeitig entdeckt werden. Bei einem Verdacht kannst du dich an deinen Urologen wenden und einen Test machen. Bei Sexamed ist dieser diskret mit einer Online-Bestellung möglich.
  • Sexuelle Dysfunktion: Patienten, die regelmäßig eine Erektionsstörung oder einen vorzeitigen Samenerguss erleben, erhalten beim Urologen ebenfalls Hilfe.

 

Wie bereite ich mich auf die urologische Vorsorgeuntersuchung vor?

Wie bei jedem Arztbesuch solltest du zum Urologen deine Gesundheitskarte und, wenn vorhanden, die Überweisung zum Facharzt, deinen Allergiepass und deinen Röntgenpass mitbringen. Hast du vor Kurzem Laborbefunde, Röntgenbilder oder Ähnliches erhalten? Bringe diese gerne ebenfalls mit, da sie für die Vorsorgeuntersuchung hilfreich sein können.

Mache dir vor deinem Besuch beim Urologen Gedanken darüber, welche Beschwerden du in letzter Zeit wahrgenommen hast, und schreibe dir auf, welche Medikamente du momentan einnimmst.

Je nachdem, welche Untersuchungen anstehen, kann es außerdem notwendig sein, dass du …

  • nüchtern kommst,
  • viel stilles Wasser trinkst,
  • blähende Lebensmittel vermeidest,
  • Handtücher mitnimmst.

Keine Sorge – sollte eine dieser Anforderungen für dich gelten, erfährst du es vorher rechtzeitig vom Praxispersonal deines Urologen.

 

Mit der urologischen Vorsorgeuntersuchung zu einem gesunden und erfüllten Leben

Männergesundheit ist häufig noch ein Tabuthema – und das hat Konsequenzen für das Wohlergehen vieler Menschen. Viele Männer suchen erst dann einen Arzt auf, wenn sie bereits unter Beschwerden leiden. Indem du regelmäßig zur Vorsorge gehst, trägst du einen entscheidenden Teil zu deiner Lebensqualität bei und nimmst deine Gesundheit in die Hand. 

Du bist noch nicht bereit für einen Besuch beim Urologen? Dann sind unsere diskreten Tests vielleicht etwas für dich. So kannst du verbreitete STIs ausschließen und deinen Hormonstatus überprüfen. Bestelle jetzt und sprich bei einem positiven Befund – auf Wunsch – mit einem Facharzt.